MEDAZZAROCK

BLACK ANGELS
„1981 – 2009 (Box)“ / 63 Tracks
KATHARGO RECORDS/TWILIGHT
www.black-angels-rock.com
Den Namen Black Angels hab ich zum ersten Mal in einer Schweizer TV-Show gesehen, als davon gesprochen wurde, dass Keyboarder Harry Stone ins Kloster gegangen sei. Was für ein Wandel - von einer Hardrock-Gruppe in den Orden.

Na ja, fangen wir mal an mit der 4 Disc umfassenden Box. Das erste Album war „Hellmachine“ (1981), das hier mit „Black & White“ (1985) zusammengefasst wurde. Beim Debüt war noch der Engländer Clive Murray als Shouter tätig. Wurde aber bei den späteren Outputs von Ron Phillips abgelöst, der bei allen anderen CDs singt. Auf „Hellmachine“ hat es klassische Rockstücke, die alle in Richtung Krokus gehen, nur fehlt es denen etwas an Härte. Am besten gefällt mir dort noch der groovige Opener „Hellmachine“, „Over The Limit“ und „Juvenile Delinguent“.

Weiter geht es nun mit dem Album „Black & White“. Da merkt man den Wandel sofort. Dort fällt vielleicht sofort auf, dass die Stimme von Ron Phillips viel aggressiver klingt, aber auch der neue Drummer Tommy Stuart macht seine Sache gut. Am besten munden mir dabei die Rocker „Running With The Wind“, „Bad Strike“ und der Schlusstrack „Rock Tonight“.

Weiter geht es mit dem für mich besten Album „Kickdown“(1983). Eines der Highlights dabei ist „Over Now“ mit tollen Solos und schönem Refrain oder das geil groovende „Heartbeat“. Aber auch „Rough And Ready“ und „Bite The Dog“ rocken ordentlich ab. Auf der Remasterten CD hat es noch 4 Bonustracks und ein 11 minütiges Video (von Zürich 1982 und London 1984). 1985 gab es zwei Änderungen im Line-Up. So wurde Bassist Walt Lion durch den Gastmusiker Andy Margaritas ersetzt und auch auf Gitarrist Mark Egg wurde verzichtet.

Die CD „Broken Spell“ macht genau dort weiter wo „Kickdown“ aufgehört hat, mit echt starken Rockern. „Gonna Run“, „Flying High“, „Soldier Of Evil“, „Rough Cut“ und „Out For A Sin“ sind meine rockigen Highlights auf der Scheibe. Bei dem Re-Release hat es noch 7 Bonustracks gegeben.

Als letztes folgt noch die „Changes (The Last Decade)“, die 2009 produziert wurde und läuft unter dem Namen Ron Phillips Black Angels da nur noch er vom damaligen Line-Up dabei ist. Also mit „Shine On“ fängt die verdammt stark an, ein wirklich klasse Rocker. Nachdem etwas ruhigeren „Walking Away“ fetzen „Changes“ und „The Evil“ dann wieder recht ab. Danach wird es aber ziemlich lasch mit „Right On Down The Road“, „Lovelights Shining“, „Water To The Well“ und „Song Of Glory“. Erst die neue Version von „Rock The City“ weckt einen wieder, das Original war auf der „Kickdown“ drauf. Danach werden die Stücke auch wieder etwas rockiger auch, wenn sie nicht mehr so stark sind wie die am Anfang. Dieses Album ist mit dem Debüt „Hell Machine“ und „Black And White“ nun nicht mehr so mein Fall. Dagegen sind „Kickdown“ und „Broken Spell“ echt klasse. Leider ist auch auf jeder CD das gleiche Interview drauf. Wären nur „Kickdown“ und „Broken Spell“ zum bewerten gewesen, wären es mehr als die 7 Punkte geworden. (Patrick)

Patrick
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